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Abteilung III - Höpfigheim
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Mannschaft
Die Abteilung Höpfigheim besteht derzeit aus 17 aktiven Mitgliedern. In den letzten Jahren wurde die Abteilung durch 9 junge Feuerwehrkameraden verstärkt, die den Altersdurchschnitt deutlich verjüngten.![]() Kameradschaftliche Aktivitäten
Um die Kameradschaft zu stärken unternimmt die Abteilung Höpfheim zusätzlich zum normalen Übungs- und Einsatzdienst verschiedene Aktivitäten.Alle zwei Jahre wird ein Wochenendausflug gemacht und es finden Familienwanderungen und Radtouren statt Einsätze
![]() Einsatzstunden
![]() Abteilungskommandanten
Feuerwehr und Brandschutz im Stadtteil Höpfigheim in Vergangenheit und Gegenwart
Im Herzogtum Württemberg wurden allein in der Zeit von 1703 bis 1752 vier Feuerschutzverordnungen erlassen, die den Feuerschutz und die Brandbekämpfung in den Städten und Gemeinden des Herzogtums regelten. Eine ausgebildete Feuerwehrmannschaft gab es noch nicht. Entsprechend den herzoglichen Landfeuerordnungen waren sämtliche männlichen Erwachsenen bis zu einem bestimmten Alter feuerschutzpflichtig und in Rotten unter Rottmeistern eingeteilt. Höpfigheim war als eine zum Herzogtum und später zum Königreich Württemberg gehörende Gemeinde den jeweiligen obrigkeitlichen Anordnungen unterworfen. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts hatten die Höpfigheimer wie auch viele andere Gemeinden für Löschzwecke nur die hölzernen Feuerbutten mit Schapfen und die ledernen Feuereimer, hinzu kamen Leitern und Feuerhaken. Beim Löschen eines Brandes bildeten die am Löschen Beteiligten eine Kette, die von den Ortsbrunnen oder vom Feuersee im Schloßhof zur Brandstätte reichte. Das Wasser wurde über die Löschkette in den Feuereimern zu Brandstelle gebracht. Die erste Höpfigheimer Fahrfeuerspritze: Im Oktober 1784 bestellte die Gemeinde Höpfigheim beim Glockengießer Neubert in Ludwigsburg ihre erste Fahrfeuerspritze (angefertigt im Juli 1785). In den Land-Feuer-Ordnungen war auch die Überlandhilfe der Gemeinden geregelt. So waren in der Land-Feuer-Ordnung von 1752 alle Gemeinden zur Hilfe verpflichtet, die innerhalb einer sechsstündigen Fußmaschentfernung lagen. Die Höpfigheimer feuerschutzpflichtigen Einwohner waren damals in 3 Rotten eingeteilt. Bei der Überlandhilfe musste jeweils eine Rotte unter dem Befehl eines Rottmeisters hierzu ausrücken. Ein Beispiel der Höpfigheimer Überlandhilfe: Am 20. September 1802 brach im Ludwigsburger Schloss ein Brand aus. Die Höpfigheimer zogen mit ihrer pferdebespannten Fahrspritze zum Ludwigsburger Schloss und mussten in Beihingen mit der Fähre über den Neckar (es gab dort noch keine Brücke). Der Höpfigheimer herzogliche Stabsamtmann begleitete sie hoch zu Ross. Neue Spritzen im Jahre 1844: Im Jahr 1844 erwarb die Gemeinde Höpfigheim bei Glockengießer Hofer in Heilbronn eine Hand- und Fahrfeuerspritze. Bei der neuen Fahrspritze handelte es sich um eine 2 achsige Druckspritze ohne Saugeinrichtung. An Löschgeräten waren im Jahre 1845 vorhanden: 1 Fahrfeuerspritze mit 22 m Schlauch, 1 Handspritze, 12 Feuerbutten, 5 Schapfen, 5 Feuerleitern, 2 Haken und 102 Feuereimer. Die Geräte waren im Schlößle untergebracht. Die erste eigenständige Höpfigheimer „Local-Feuerlösch-Ordnung“ von 1850. Sie wurde vom Gemeinderat erlassen und enthält genaue Anweisungen, wie bei Bränden innerhalb des Ortes zu verfahren ist. Im Jahre 1863 stellte der Höpfigheimer Schultheiß Gock den Antrag, in Höpfigheim eine ausgebildete Feuerwehrmannschaft aufzustellen. Der Gemeinderat lehnte dies aus Kostengründen ab. Großbrand: Im Sommer 1883 brannten Wohnhäuser und Scheunen von Jakob und Christian Kraft in der heutigen Gartenstraße (Nr.28 u. 30) ab. Es lag Brandstiftung vor, wie sich viele Jahre später herausgestellt hat. Neuorganisation der Feuerwehr: Im April 1884 beschloss der Gemeinderat die „Gründung einer Feuerwehr“, nachdem sich zuvor 2 Hornisten, der Spritzenmeister und jeweils 18 Mann der Steiger- und der Spritzenmannschaft unterschriftlich verpflichtet hatten, 5 Jahr lang Dienst zu tun. Neben den beiden freiwilligen Abteilungen bestand jedoch nach wie vor die Pflicht für die übrigen Feuerwehrpflichtigen, in der Wasserträger- und der Rettungsmannschaft Dienst zu tun. Im Jahre 1885 wurde die württembergische Landesfeuerlösch-Ordnung erlassen, die jede Gemeinde zur Aufstellung einer organisierten Lösch- und Rettungsmannschaft verpflichtete, aber noch die Wahlmöglichkeit gab, eine freiwillige Feuerwehr oder eine Pflichtfeuerwehr einzurichten. Höpfigheim behielt die seitherige Organisation bei: eine freiwillige Steiger- und Spritzenmannschaft und alle dort nicht tätigen Bürger mussten weiterhin Feuerwehrdienst als Pflicht ausüben. Im Jahre 1909 bestand die Höpfigheimer Feuerwehr aus 100 Mann und 5 Zügen; der 5. Zug war der Hydrantenzug, der durch die neue Wasserleitung notwendig geworden war. Nach dem ersten Weltkrieg wurde der Wunsch nach Abschaffung der Pflichtfeuerwehr und Schaffung einer freiwilligen Feuerwehr immer stärker. Im Jahr 1929 war es dann soweit. Man gründete die Freiwillige Feuerwehr Höpfigheim. Die Wehr hatte 4 Züge mit insgesamt 89 Mann. Während des 2. Weltkrieges bestand eine ständige Brandgefahr durch die abgeworfene Brandbomben. Die aktiven Feuerwehrmänner leisteten als Soldaten ihre Wehrdienst ab. Weil nach dem Reichsluftschutzgesetz alle Deutschen luftschutzpflichtig waren sind dann ab dem Jahre 1943 auch Höpfigheimer Mädchen der Jahrgänge 1919-1925 an den Feuerwehrgeräten ausgebildet worden. Sie trugen die Höpfigheimer Feuerwehruniformen und erfüllten ihren Dienstpflicht in vorbildlicher Weise. Im September 1945 fand die erste Feuerwehrübung nach dem Krieg statt, nachdem die Höpfigheimer Kriegsteilnehmer teilweise wieder zuhause waren und zur Verfügung standen. 1946 erwarb die Gemeinde die erste Motorspritze aus Luftschutzbeständen der Stadt Stuttgart, es war eine TS 8 – Tragkraftspritze. Im Jahre 1952 hatte die Höpfigheimer Feuerwehr 2 Züge mit insgesamt 40 Mann, 1972 waren es 26 Mann in zwei Gruppen. Brandfälle in Höpfigheim: Im Oktober 1953 brannte die Feldscheune Heidelbauer am östlichen Ortsrand ab. Die Feuerwehr war mit ihrer TS 8 Motorspritze und der Feuerspritze von 1906 im Einsatz. Im Dezember 1959 brannte der Dachstuhl im Hause Michelfelder im Schloßhof. Wehren aus Marbach, Ludwigsburg und Bietigheim waren im Einsatz. Im September 1972 erhielt die Höpfigheimer Feuerwehr ihr erstes Feuerwehrauto (LF 8), gleichzeitig fand auch die Übergabe des zuvor umgebauten Gerätehauses statt, verbunden mit einer Schauübung am Farrenstallgebäude. Am 01.01.1973 wurde Höpfigheim Stadtteil von Steinheim. In der Eingliederungesvereinbarung ist folgendes festgelegt: „Die freiwillige Feuerwehr Höpfigheim bleibt eine verwaltungsmäßig selbständige Abteilung im Sinne von § 8 FWG, solang die Mehrheit der Feuerwehrmänner dies wünscht“. Die Höpfigheimer Feuerwehr wird seitdem als Abt. III der Freiwilligen Feuerwehr Steinheim weitergeführt.
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